Nein, Offenbach ist nicht München. Und nein, wir planen auch kein hauseigenes Bierzelt zwischen Mainufer und Marktplatz. Aber wenn das Gewinnerplakat des Oktoberfests 2026 gekürt wird, schauen selbst wir als hilt griesbaum Werbeagentur gerne hin. Warum? Weil Gestaltung hier nicht nur schmückt, sondern diskutiert wird. Öffentlich. Leidenschaftlich. Kontrovers.
Das Siegerplakat zeigt, wie viel ein einziges Motiv leisten muss: Tradition transportieren, Emotion wecken und gleichzeitig zeitgemäß wirken. Farbe, Typografie und Komposition greifen ineinander – zwischen Tracht und Zeitgeist, zwischen Wiesn-Klischee und moderner Markenführung. Besonders spannend: die Vielzahl der Einreichungen. Unterschiedlichste Stile, von verspielt bis minimalistisch. 100 Entwürfe, 100 Haltungen. Ohne Urheberrechte von Dritten. Genau das macht kreative Wettbewerbe so wertvoll – sie zeigen, wie vielfältig Gestaltung „denken“ kann.
Zu Sehen hier: https://wiesnkini.de/magazin/oktoberfest-plakatwettbewerb/wiesn-2026/
Und natürlich durfte auch eine KI-Diskussion nicht fehlen. Obwohl KI-generierte Bilder offiziell ausgeschlossen waren, wurde spekuliert. Prompt oder Pinsel? Algorithmus oder Atelier? Wir finden: Entscheidend ist nicht das Tool, sondern die Idee. Gute Gestaltung beginnt im Kopf – nicht im Rechenzentrum.
Was wir daran lieben? Dass Design Gespräche auslöst. Dass es polarisiert. Und dass es Identität sichtbar macht. Ob Oktoberfest in München oder Markenauftritt in Offenbach: Am Ende geht es immer um dasselbe.
Die richtige Idee.
Die richtige Form.
Der richtige Ton.
Und vielleicht – ganz ohne Maßkrug – stoßen wir genau darauf an.